Kyivs nihilistische Raver

2014 stürzte die damalige Regierung die Ukraine, aber vor allem Kyiv ins blutige Chaos. In der Hauptstadt drehte sich alles nur noch um den Maidan, und das Leben, auch das Nachtleben, kam völlig zum erliegen. Die Revolution brachte nicht nur die viel beschworene geeinte Nation, sondern vor allem auch eine völlig neue und unabhängige Generation hervor. Verkrustete Strukturen und veraltete Denkweisen brechen sukzessive auf, und aus der gewonnen Freiheit entstehen neue Subkulturen, die unter dem repressiven Regime Yanukovychs nicht denkbar gewesen wären. Einer dieser jungen Leute ist Slava Lepsheev. In der Wirtschaftskrise, die Revolution und russischem Angriffskrieg folgte, verlor der junge Mann seinen Job. Aus der Not entstand mit СХЕМА einer der kühnsten Raves der Stadt. Zu harter und hypnotischer Elektromusik tanzen junge Leute gegen die Perspektivlosigkeit an, die sich durch schwarzem Humor und ausgeprägten Nihilismus Bahn bricht. i-D hat den Veranstalter bei seiner teils illegalen Arbeit für einen kurzen Film ein Wochenende lang begleitet.

i-D

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