Bild legt Putins Schattenregierung im Donbas offen

röpcke
Erst kurz vor Mitternacht hat die Bild einen englischsprachigen Artikel von Julian Röpcke veröffentlicht, der offen legen soll, wie der Kreml die besetzten Gebiete der Ostukraine politisch und wirtschaftlich kontrolliert. Röpcke beruft sich dabei auf Protokolle von Sitzungen einer Kommission der russischen Duma. Aus denen gehe hervor, dass die Politiker der beiden Volksrepubliken lediglich Marionetten seien und die besetzten Gebiete des Donbas von hochrangigen Beamten der Russischen Föderation unter der Aufsicht des Inlandsgeheimdienstes regiert werden. Dabei wurde die Echtheit der Protokolle von mehreren Seiten bestätigt. Geflüchtete Anhänger des Yanukovych-Regimes gaben an, von der Kommission zu wissen und sogar um finanzielle Mittel zur Implementierung der Pläne gebeten worden zu sein. Auch hochrangige Politiker, Journalisten und Experten aus Russland hielten die Dokumente für echt.

Die so genannte Interministerielle Kommission für die Bereitstellung von humanitärer Hilfe für die betroffenen Gebiete im Südosten der Regionen von Donetsk und Luhansk, so der volle Name der Komission, sei demnach für Finanzen, Wirtschaftsentwicklung, Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, Rohstoffhandel, Energieversorgung und Lohnpolitik zuständig. Mitglieder der offiziellen Regierung der beiden selbsterklärten Volksrepubliken waren bei keinen der Kommissionstreffen zugegen, sehr wohl aber Mitarbeiter des ukrainischen Kohle- und Energiegiganten DTEK. Die Firma gehört zum Konsortium SCM des ukrainischen Oligarchen Rinat Akhmetov, der bisher immer beteuert hat, nicht mit für die russischen Besatzer tätig zu sein.

Nach diesen Entdeckungen kann die Russische Föderation nicht mehr als unbeteiligter Dritter gelten. Die internationale Gemeinschaft muss reagieren und die Russische Föderation, ihre Machtelite und sämtliche aufgedeckte Mitglieder des Schattenkabinetts mit Sanktionen belegen.

Putin’s shadow government for Donbass exposed

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